Rubikon, Andreas Schell: Falscher Grund zur Besorgnis.

Rubikon, Andreas Schell:
Falscher Grund zur Besorgnis.
Online verfügbar unter https://www.rubikon.news/artikel/falscher-grund-zur-besorgnis, 25.11.2020.
Abstract:
Die Statistik der sogenannten Corona-Toten entbehrt der faktischen Grundlage und ignoriert die natürliche Sterblichkeit.
Standorte:
https://www.rubikon.news/artikel/falscher-grund-zur-besorgnis

Heise Online, Wolfram Meyerhöfer / Keine Angst vor Corona-Toten!

Heise Online, Wolfram Meyerhöfer:
Keine Angst vor Corona-Toten!
Online verfügbar unter https://www.heise.de/tp/features/Keine-Angst-vor-Corona-Toten-4958631.html, 12.11.2020.
Abstract:
Steigt die Anzahl der positiv auf Sars-Cov-2 Getesteten, dann steigt automatisch auch die Anzahl der scheinbar an Corona Gestorbenen – Ein Kommentar von Wolfram Meyerhöfer *
Der neue Lockdown wird mit steigenden Zahlen von positiv Getesteten, mit einer großen Angst vor vielen Corona-Toten und mit Berichten über viele Tote in anderen Ländern begründet und medial begleitet. Es ist dann die Rede von „Covid-Horrorzahlen“ und von „zu zaghaftem Handeln“ der Politik. Beim Agieren mit der Anzahl der Toten wird allerdings ein statistisches Phänomen übersehen:

Was im Zusammenhang mit Covid-19 als problematisch und Panik erzeugend erscheint, erscheint in einen anderen Zusammenhang gesetzt durchaus als sinnvoll. Die Zählung eines Grippe-Infizierten als Grippe-Toten stammt aus der herkömmlichen Grippe-Statistik. Im RKI gibt es eine dauerhafte Arbeitsgruppe zur Grippe. Sie schätzt permanent ab, wie viele Menschen „durch“ Grippe sterben. Das dient dazu, bestimmte Hot Spots zu ermitteln, an denen lokale Quarantäne-Maßnahmen erfolgen müssen, und es dient der Festlegung, gegen welche Grippe-Erreger jeweils geimpft werden soll.
Bei der mathematischen Modellierung der Grippe-Toten steht man nun vor folgendem Problem: Man weiß nicht so richtig, woran Menschen sterben. Schließlich will man nicht jeden Toten obduzieren. Und bei Menschen, die an mehreren Krankheiten leiden, kann selbst durch eine Obduktion nur abgeschätzt werden, welchen Anteil am Sterben welche der Krankheiten hatte. Juristisch sagt man: X ist dann Todesursache, wenn der Mensch ohne X nicht gestorben wäre. Auch in diesem Sinne ist es sinnvoll, von mehreren Todesursachen gleichzeitig zu sprechen: Wenn jemand 5 Krankheiten hat, dann kann es sein, dass er nicht gestorben wäre, wenn es nur eine weniger gewesen wäre – und zwar egal welche der fünf.
Im Zusammenhang mit der normalen Grippe-Prävention ist die mathematische Modellierung eines mit Grippe Gestorbenen als an Grippe gestorben also sinnvoll im Sinne dessen, dass man das Problemfeld ja irgendwie pragmatisch abstecken muss. Man hat nur wenige Daten, aus denen man etwas über die aktuelle Verbreitung der verschiedenen Grippe-Viren in der Bevölkerung ableiten kann.
Neu im Zusammenhang mit Sars-Cov-2 ist nun aber, dass man gezielt und in exzessiver Quantität nach genau einem Virus sucht – und ihn eben dann auch massenhaft findet. Der pragmatisch sinnvolle Begriff der Grippe-Toten wird dabei zu dem „blinden“ Begriff der Covid-19-Toten.

*Wolfram Meyerhöfer war 13 Jahre Professor für Mathematikdidaktik, zuletzt an der Universität Paderborn. Seit kurzem ist er Lehrer im Schulzentrum am Stern in Potsdam.
Standorte:
https://www.heise.de/tp/features/Keine-Angst-vor-Corona-Toten-4958631.html

Sputnik, Rubikon: Warnende Experten. – Statistiker und Mathematiker warnen vor Corona-Maßnahmen auf Basis unklarer Datenlage.

Rubikon / Warnende Experten. – Statistiker und Mathematiker warnen vor Corona-Maßnahmen auf Basis unklarer Datenlage. https://www.rubikon.news/artikel/warnende-experten, 03.04.2020.
Sputnik / Corona-Krise: Experten warnen vor Entscheidungen auf unklarer Datenlage, https://sptnkne.ws/BVd7, 03.04.2020
Abstract:
Laut Umfragen findet eine Mehrheit der Bevölkerung und unter Virologen das Krisenmanagement der Bundesregierung gut. Deutliche Zweifel daran haben bisher mehrere Experten geäußert. Statistiker Gerd Bosbach warnt erneut vor den gesellschaftlichen Folgen. Mathematiker Wolfgang Meyerhöfer befürchtet einen möglichen „Statistikschwindel

„Ich halte die Informationspolitik der Regierung und der sie beratenden Experten für mangelhaft und demokratiegefährdend.“ Das erklärt der Statistikwissenschaftler Gerd Bosbach mit Blick auf die Maßnahmen im Zusammenhang mit dem sich ausbreitenden Virus Sars-Cov 2 und der von ihm laut Weltgesundheitsorganisation WHO ausgelösten Krankheit Covid-19. Er sagt das in einem Interview, das am Freitag im Online-Magazin „Nachdenkseiten“ veröffentlicht wurde. Bosbach warnt, „dass der engstirnige Blick auf die angeblichen Infiziertenzahlen und das Hantieren mit den täglichen Steigerungen bei den Todeszahlen Angst verbreitet.“
Standorte:
https://www.rubikon.news/artikel/warnende-experten
https://sptnkne.ws/BVd7