Geschichte wiederholt sich: „Der enorme Schaden der Pandemie, die keine war“

2010

Die WELT
am 03.01.2010

Textauszüge aus dem Original. (Screenshots s.u.):

2020

Ultimative Freiheit Online
am 12.07.2020

Persiflage:

GESUNDHEIT SCHWEINEGRIPPE
Der enorme Schaden der Pandemie, die keine war
Veröffentlicht am 03.01.2010 | Lesedauer: 4 Minuten

Hunderte von Millionen Euro hat die Schweinegrippe-Panik allein in Deutschland gekostet. Inzwischen gestehen sich viele Experten ein, dass es leichte Sommergrippen, ähnlich wie H1N1, wohl schon häufiger gegeben hat – nur hat sie bisher niemand bemerkt. Für die jüngste Hysterie gibt es einen Schuldigen.



„Sie erinnern sich noch? Vor wenigen Wochen lag nur ein Wort auf unseren Lippen: Schweinegrippe. Und heute kräht kein Hahn danach. Was ist aus ihr geworden? Ein paar Krankheitsfälle wohl im Februar noch, und dann ist sie an uns vorbeigezogen. Eine Pandemie hat es nicht gegeben. Alle Vorsorge, der Millionen Euro-Kraftakt für die Impfungen, ein Gemeinschaftswerk von Gesundheitsbehörden, Ministerien, Krankenkassen und Herstellern, von Bund und Ländern hat sich als unnötig erwiesen.“



„Der Schaden ist enorm: Auf mindestens 700 Millionen Euro werden die Kosten der bestellten Impfseren geschätzt, von denen noch nicht einmal ein Zehntel verbraucht wurde – und ein Großteil bis März erst noch produziert werden muss. Noch Ende Oktober 2009, als der Höhepunkt der Ansteckungswelle schon überschritten war, haben die Länder 18 Millionen Dosen nachbestellt – die letzten Seren werden im März verimpft werden können, falls dann überhaupt noch jemand weiß, wie sich H1N1 buchstabiert.“



„Der Umgang mit der Epidemie, die keine war, ist für die Weltgesundheitsorganisation WHO, die deutschen Ministerien und Seucheninstitutionen ein Debakel. Merke: Wer Gutes tun will, sollte es sich wohl überlegen und nicht Hysterie schüren. Es ist ein Musterbeispiel dafür, wie formale Rechtfertigungen und Absicherungsängstlichkeiten eine Wirklichkeit schaffen, die Schilda heißt. Letztlich war es der gesunde Menschenverstand der Bevölkerung, sich dann doch nicht diesem Impf-Sog zu ergeben.“


Verkehrte medizinische Welt
Die Schweinegrippe hat eine wichtige medizinische Grundregel auf den Kopf gestellt. Normalerweise bringen Niesen, Husten, Gliederreißen, Kopf- und Augenschmerzen, vielleicht auch Fieber immer die Angst mit: Gärt dort die Allergie, eine Lungenentzündung, Influenza A oder B, Malaria, Denguefieber, Sars? Gegen solche Irritationen kennt der Mediziner eine beruhigend bodenständige Formel: Das Seltene ist selten, und das Häufige ist häufig. In den meisten Fällen steckt eben doch nur ein Schnupfenkeim in der Nase. Umso erstaunlicher, dass in den vergangenen vier Monaten unter acht Milliarden Erdenbürgern immer ausgerechnet jene Hand voll Menschen aufgespürt wurden, bei denen die Ursache der Abgeschlagenheit nicht ein Schnupfen, sondern die Schweinegrippe gewesen sein soll – und zwar selbst noch dann, als offiziell schon gar keine Infizierten gezählt wurden und die Tests auf das Virus längst nicht mehr für jeden angeboten wurden.“

„Plötzlich wurde jeder Halsschmerz der Schweinegrippe zugeschlagen, ein Grundschüler kam mit erhöhter Temperatur nach Hause, ein panischer Anruf der Eltern – und schon wieder blieb eine ganze Klasse wegen „Schweinegrippe“ zu Hause. In den USA haben die Behörden auf diese Weise die Zahl der Schweinegrippe-Opfer ruckartig vervierfacht. Sie führten eine neue Zählweise ein: Mitgezählt wurde ab Mitte November plötzlich jede ältere Person, die „allem Anschein nach an der Grippe gestorben ist“. Auf diese Weise wurde jedes Opfer eine Lungenentzündung zum Schweinegrippe-Toten. Ein besonnener Umgang mit einem Krankheitserreger sieht anders aus.“



„Wo hat der große Zug der politisch korrekten „Die-Schweinegrippe-walzt-die-Menschheit-nieder“-Hysterie eigentlich seinen Anfang genommen? Es ist die Weltgesundheitsorganisation WHO und ihre Leiterin Margaret Chan. Dieselbe Frau, die den Fehler beging, das tatsächlich hochgefährliche Sars-Virus zu unterschätzen – und dafür zu Recht hart kritisiert worden war. Nun stufte sie bei nächstbester Gelegenheit die Schweinegrippe als Pandemie-Erreger und als Bedrohung für die Menschheit ein – und rückte dafür sogar extra die Pandemie-Kriterien zurecht, frei nach dem Motto: Der Erreger ist nicht tödlich genug? Egal, dann streichen wir eben den Mortalitätsfaktor in den Bedingungen, die eine einfach Krankheitswelle zur weltweiten Bedrohung ausweiten.“


„Wie man in Zukunft damit umzugehen hat, dass den neuen Kriterien zufolge jede gewöhnliche Grippewelle automatisch zur Pandemie wird, darüber wird man sich bei der WHO wohl noch den Kopf zerbrechen müssen. Inzwischen gestehen sich viele Experten ein, dass es leichte Sommergrippen, ähnlich wie H1N1, vermutlich schon häufiger gegeben hat – nur hat sie bisher niemand bemerkt. Doch auch wenn es zur Berufspflicht der Ämter und Infektiologen gehört, vorsichtig zu sein, abzuwägen, Lücken zu schließen, Unwägbarkeiten zu erkennen. Hier wurden Grenzen der Verhältnismäßigkeit überschritten und zwar global. Sollte einmal ein wirklich gefährlicher Erreger auftreten und wäre dann Impfung angesagt und keiner ginge hin, was nur dann?“

Quelle:
https://www.welt.de/gesundheit/article5710912/Der-enorme-Schaden-der-Pandemie-die-keine-war.html
(oder web-archive)

Screenshots

GESUNDHEIT! CORONA
Der enorme Schaden der Pandemie, die keine war
Veröffentlicht am 12.07.2020 | Runterscrollzeit: 10 Sekunden

Hunderte Millionen Euro hat die Corona-Pandemie jetzt schon gekostet. Dabei gestehen sich inzwischen viele Experten ein, dass es leichte Sommergrippen, ähnlich wie H1N1, wohl schon häufiger gegeben hat – nur hat sich bisher niemand darum geschert. Für die jüngste Historie gibt es mehrere Schuldige.

Sie erinnern sich noch? Vor einigen Monaten fing das feuchte Lippenbekenntnis an: Corona hier, Corona da, Corona in Amerika. Und hierzulande macht’s der Hahn gerne mal den Krähen nach. Die paar Krankheitsfälle so zwischen März bis April, vielleicht noch ein paar im Mai, das kann’s ja nicht gewesen sein, dann wär die Infektion ja an 95 % der Menschheit unbemerkt vorübergezogen. Eine solche Pandemie hat es aber schon einmal gegeben. Alle Vorsorge, der Milliarden Euro-Kraftakt für die Impfungen, ein Gemeinschaftswerk von Pharmakonzernen, Gesundheitsbehörden, Ministerien, Stiftungen, Philantropen, Software-Herstellern, Bio-Tec-Konzernen und Medien darf sich nicht erneut als unnötig erweisen. –

Der Schaden ist eh normal: Mindestens 7 Milliarden Menschen sollen (laut Bill Gates1) die Impfseren verabreicht bekommen, ein Zehntel davon könnte davon gleich Hops gehen, wie Gates bereits ausrechnete2. Ein Großteil davon muß bis März 2021 erst noch provoziert werden. Noch vor Ende Oktober 2020, wenn der Höhepunkt der Ansteckungswelle nochmals überschritten ist, müssen die Länder hierzulande 88 Millionen Dosen vorbestellt haben – und die letzten Separatisten dann im März 2021 verunglimpft werden, damit auch jeder weiß, daß Corona buchstäblich existiert.

Der Umgang mit der Pandemie, die nichtmal eine Epidemie war, ist für die Weltgesundheitsorganisation WHO, die deutschen Ministerien und Seucheninstitutionen ein schönes Spektakel. Merkel: „Wer Gutes tun will, sollte sich wohl unterwerfen und sich nicht um die Historien-Bücher scheren.“ Es ist ein Musterbeispiel dafür, wie formale Rechtfertigungen und Absicherungsängstlichkeiten eine Wirklichkeit schaffen, die überall mit Schildern vollgestellt ist. Letztlich wird es hoffentlich der erkrankte Menschenverstand3,4 der Bevölkerung sein, sich dann doch dieser sog. Impf-Doktrin zu ergeben. –

Vermehrte medizinische Welt
Corona hat die medizinische Versorgung grundlegend auf den Kopf gestellt. Normalerweise bringen Husten, Niesen, Heiserkeit nur äußerst selten die Angst mit: Hab ich eine Lungenentzündung, Influenza A oder B, Malaria, Denguefieber, Sars, die Vogelgrippe? Gegen seuche Irritationen kennt der Mediziner nun die beruhigende Formel: Egal, ist eh alles Corona. Denn das Seltene geschieht häufig öfter als man denkt. In den meisten Fällen hängt man sich deswegen ab sofort einen Schlüpfer vor die Nase. Kaum erstaunlich, daß in den vergangenen vier Monaten unter acht Milliarden ausgespähten Erdenbürgern immer die Menschen ausgerechnet wurden, bei denen die Ursache der Abgeschlagenheit nicht ein Schnupfen, sondern das Corona-Virus gewesen ist und selbstverständlich dann umso mehr Infizierte gezählt5 wurden, je mehr Tests durchgeführt wurden. –


Hat plötzlich im Zuge von Halsschmerzen und andern Symptomen das Corona-Virus zugeschlagen, und kommt ein Grundschüler mit erhöhter Temperatur nach Hause, so sollten die Eltern in Panik geraten, daß schon wieder die ganze Klasse wegen „Corona“ zu Hause bleiben muß und der Sprössling die eigene Hütte verunreinigen wird. Nicht nur in den USA haben die Behörden auf diese Weise ruckartig eine neue Zählweise6 der vielfachen Corona-Opfer festgestellt. Mitgezählt werden muss jede Person, die allem Anschein nach am Corona-Virus, eigentlich aber an einer Vorerkrankung7 gestorben ist. Auch wenn auf diese Weise nicht gleich jedes Opfer einer Lungentzündung zum Corona-Toten wird, ist hier doch einen besonderer Umgang mit einem Krankheitserreger zu pflegen, so sieht das doch besser aus. –

Doch „wo hat der große Zug der politisch korrekten ‚Schweinegrippe-walzt-die-Menschheit-nieder‘-Hysterie eigentlich seinen Anfang genommen?“, fragte zum Beispiel die Zeitung Die Welt8 bereits im Jahre 2010 nach der abflauenden Schweinegrippe-Panik. (siehe links)
„Es war die Weltgesundheitsorganisation WHO“ unter der Leitung von Margaret Chan, die unter anderem „den Fehler“ beging, „die Schweinegrippe als Pandemie-Erreger und als Bedrohung für die Menschheit“ einzustufen. 9
Das aber war kein Fehler, sondern war es sogar notwendig, die „Pandemie-Kriterien“ zurechtzurücken, „frei nach dem Motto: Der Erreger ist nicht tödlich genug? Egal, dann streichen wir eben den Mortalitätsfaktor in den Bedingungen, die eine einfach Krankheitswelle zur weltweiten Bedrohung ausweiten.“

Wie man also in Zukunft damit umzugehen hat, „dass den neuen Kriterien zufolge jede gewöhnliche Grippewelle automatisch zur Pandemie wird“, das ist eine Frage, die von der Zeitung „Die Welt“ schon vor 10 Jahren aufgeworfen wurde und über die sich bei der WHO niemand mehr den Kopf zerbrechen muß.
„Inzwischen gestehen sich zwar viele Experten ein, dass es leichte Sommergrippen, ähnlich wie H1N1, vermutlich schon häufiger gegeben“ nur bisher „niemand bemerkt“ hat, wie die Welt wiederholt feststellte. Doch auch wenn es „zur Berufspflicht der Ämter und Infektiologen gehört, vorsichtig zu sein, abzuwägen, Lücken zu schließen, Unwägbarkeiten zu erkennen“, müssen doch nun die Grenzen der Verhältnismäßigkeit10 überschritten werden dürfen und zwar global. Denn sollte einmal ein wirklich gefährlicher Diktator auftreten und wäre dann Impfung angesagt und keiner wollte hingehen, was nur
wäre dann wohl mit ihnen zu tun?

Verweise im Text:
[1] https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/2020/04/14/wir-werden-den-zu-entwickelnden-impfstoff-letztendlich-7-milliarden-menschen-verabreichen/
[2] https://d33wjekvz3zs1a.cloudfront.net/wp-content/uploads/2020/05/Gates-700000-Dead.mp4?_=1, Online verfügbar unter https://www.youtube.com/watch?v=EjgbMib36do, Bill Gates prognostiziert 700000 Opfer durch Corona-Impfung, Blauer Bote; CNBC (Hg.) (2020), zuletzt geprüft am 12.05.2020.
[3] https://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/2009/12/31/warum-die-schweinegrippe-spinner-so-fasziniert/
[4] http://www.welt.de/wissenschaft/schweinegrippe/article5349203/Warum-die-Schweinegrippe-Spinner-so-fasziniert.html
[5] https://peds-ansichten.de/2020/07/pcr-test-correctiv-deutung/
[6] https://multipolar-magazin.de/artikel/warum-die-pandemie-nicht-endet.
[7] https://www.welt.de/regionales/hamburg/article207086675/Rechtsmediziner-Pueschel-In-Hamburg-ist-niemand-ohne-Vorerkrankung-an-Corona-gestorben.html, zuletzt geprüft am 07.04.2020.
[8] https://www.welt.de/gesundheit/article5710912/Der-enorme-Schaden-der-Pandemie-die-keine-war.html,WELT / Springer Presse vom 03.10.2010
[9] https://www.heise.de/tp/features/Die-CORONA-Panik-Ein-Irrtum-4841490.html
[10] https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/covid-19, Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (Hg.) 15.04.2020 – COVID-19: Wo ist die Evidenz

Anmerkung:
Dieser Artikel ist keine Satire auf den genannten Artikel bei welt.de, sondern eine Lobpreisung desselben bei gleichzeitigem Affront gegen die heutige Corona-Berichterstattung insgesamt, begleitet von dem Wunsch, man möge doch irgendwann einmal auch ganz ähnlich über Corona berichten, wie damals über die Schweinegrippe.
(Tatsächlich finden sich bei der Welt immer mal wieder auch kritische Berichte oder nicht ganz politisch korrekte Aussagen, wie z.B. hier: Die Rezession beschert der Welt die noch viel größere Katastrophe.Zehntausende Menschen sind an Covid-19 gestorben. Doch weitaus mehr Leben wird der globale Abschwung kosten, welcher durch die Eindämmungsmaßnahmen verursacht wurde. https://www.welt.de/wirtschaft/article207092745/Corona-Pandemie-Rezession-beschert-der-Welt-die-noch-groessere-Katastrophe.html, Welt, 08.04.2020)